Rückblick 2018

Kriminalbankette Januar – April
„Das Amulett des Kreuzritters“, so der Titel des „runderneuerten“ Stückes rund um Ritter Georg von Bouillon und seine nicht unbedingt sympathische Familie, startete ganz wunderbar am 12. Januar in Erwitte und wurde in allen sechs weiteren Aufführungen mit viel Beifall bedacht. Allerdings sickerte so mancher Wermutstropfen in den köstlichen Sud derer von Bouillon: Die von uns sehr geschätzten Gastronomen in Erwitte, Mauel und Gimborn schlossen bis auf weiteres ihre Pforten. Wir betonen, dass das selbstverständlich nicht an der Qualität unserer Aufführungen lag!


Neue Partner fanden wir in Gut Hungenbach/Kürten und Gasthof Voss/Schmallenberg. Der Start in diesen Häusern überzeugte in jeder Hinsicht. Wir hoffen auf eine lange, erfolgreiche Zusammenarbeit.

Insgesamt fünfzehnmal mordeten und meuchelten wir in unterschiedlichen Formationen an zwölf verführerischen Orten in wechselnden Rollen und Fällen. Bei aller Spielfreude überwog am Ende die Erkenntnis, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum geschäftlichen Ergebnis stand.

Januar: Nach Tagungsabschluss ließen sich die Mitarbeiter von ALDI-Nord in Schloss Waldeck verwöhnen, vom fürstlichen Ambiente, kulinarischen Freuden und vom Duo Kurtzweyl.

April: Nervenkitzel zwiefach: Nachdem sich die 40 Teilnehmer aus der IT-Branche vom grausigen Ende des Erzbischof Engelbert erholt hatten, starteten sie am Tage darauf zum edlen Wettstreit beim mittelalterlichen Spieleturnier im Burghof von Schloss Waldeck.

April bis Dezember: Neuer Spielort Raesfeld: „Herr Walther von der Pferdeweide“ wurde in diesem Jahr gefragter Herold in diesem schönen Renaissanceschloss am Niederrhein, wo er allein oder zusammen mit Andrea Schmiedeberg-Bartels und dem Narren Maxx so manche mittelalterliche Tafelei begleitete.

Im Juli weilten Kurtzweyl und der Ablassprediger Berthold wiederum drei Wochenenden lang in Schloss Kaltenberg. Neu für uns waren dort gemeinsame Proben und Auftritte mit den tollen Kollegen von ConFilius und die Moderation des Vorprogramms zum Ritterturnier: Herrn Walthers wohlgesetzte Worte in den Ohren von 12000 Menschen! Wahrhaft erhebend!

Hervorzuheben für den August sind das Burg- und Hansenfest in St.Goar, das wir gerne intensiver zusammen mit den guten Akteuren – Duo Zeytensprung, Erzählerin Escapacia, Jo, dem Gaukler und den Trommlern von Buschmanns Rache – und den wenigen, aber guten mittelalterlichen Marktbeschickern betreiben würden.

Oktober: Sehr lustig wurde der Abend mit dem Nachbarschaftstreffen aus Wanne-Eickel; bei einem so netten Publikum war der gelungene Abend in Haus Kemnade/Hattingen ein Kinderspiel.

Seit 50 Jahren sorgt Familie Brune im Parkhotel Wasserschloss Anholt in Isselburg für eine ganz besonders gepflegte Gastronomie. Wir durften mitfeiern, indem wir ein mittelalterliches Mahl mit Musik und Conférencen begleitet haben.

Zum Reformationsfest gönnten wir uns eine einwöchige Fortbildung in Wittenberg bei Elisabeth Seitz (Hackbrett) und Lucia Mense (Blockflöte) und mit zahlreichen Konzertbesuchen im Rahmen des alljährlichen Renaissance Festivals.

November: Besonders schön gelang die Firmenweihnachtsfeier in Rietberg mit einem von uns organisierten vorweihnachtlichen Spieleprogramm, – Weihnachtsbaumweitwurf inbegriffen – Musik von Kurtzweyl, Maxx und ConFilius, Schauspiel von Karl Grosser, sowie den sensationellen Jonglagen von Fin de Filou.

November/Dezember: Die Kriminalbankette starteten mit sieben Terminen in sieben verschiedenen Häusern und einem festen Team. Außer dem Duo Kurtzweyl unterstützten uns fast ausschließlich unsere erfahrenen Kollegen Christine Bretz und Jörn Wollenweber.

Aus drei Gründen ganz besonders spannend wurde für uns eine Geburtstagsfeier in Schloss Matzen/Tirol. Unsere Gastgeber waren „Wiederholungstäter“ und vertrauten darauf, dass dieser besondere Abend ebenso schön werden sollte wie der vor zehn Jahren. Alle 50 Gäste wurden namentlich in die Geschichte eingebunden. Unser Spiel war auf insgesamt vier Räume verteilt, die zum Teil weit auseinander lagen – eine logistische Herausforderung.

Weihnachtsmarkt in Siegburg: Das sei die beste Eröffnung eines Weihnachtsmarktes gewesen, die er je erlebt habe, meinte der Bürgermeister von Siegburg, und das nach 27 Jahren, in denen KZK diesen Markt ausrichtet. Wir waren als Herold und Äbtissin Adelheid zum ersten Mal mit von der Partie und bei der Markteröffnung selbstverständlich mit großem Mundwerk dabei. Es war einfach schön, mit den Bekannten aus den Zeiten der allerersten Mittelaltermärkte zusammen für tolle Stimmung zu sorgen.

Den Abschluss eines erlebnisreichen Jahres schließlich bildete ein Abend auf Schloss Waldeck mit bestgelauntem Publikum und demzufolge auch bestens aufgelegtem Duo Kurtzweyl. Wir genossen sehr, dass man nicht nur den frechen Sprüchen, sondern auch den leiseren Tönen mit Hackbrett, Fiedel und Flöte zu lauschen bereit war.